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Eine Emilie Kempin-Spyri. Alle Emilie

27 nov 2021
Tempo di lettura: 2 min

Aggiornamento: 25 set

Theaterstück | Autorin und Regisseurin: Sara Flaadt


Das Stück beschäftigt sich mit der Schweizer Juristin Emilie Kempin-Spyri, die in Berlin lebte und arbeitete und zu den ersten Juristinnen ihrer Zeit gehörte. Trotz ihrer bedeutenden Arbeit, unter anderem zu Fragen der Rechte von Ehefrauen, blieb sie lange weitgehend unbeachtet.

Die Inszenierung erzählt ihre Geschichte persönlich, politisch und poetisch und verbindet historische Dokumente mit fiktionalen Dialogen, Reflexionen und multimedialen Elementen. Vier Darstellerinnen verkörpern unterschiedliche Facetten der historischen Figur – die kämpferische Visionärin und die erschöpfte, gesellschaftlich gebrochene Frau. Zeit- und Raumebenen zwischen Zürich, New York und Berlin überschneiden sich.


Die Inszenierung arbeitet mit szenischer Doppelung, direkter Ansprache und Interaktion mit dem Publikum. Ein zentrales Bühnenmotiv sind hängende Gitter, die Räume verändern, Grenzen markieren und als sichtbare Hürden zwischen Freiheit und Haft, Vergangenheit und Gegenwart erscheinen. Eine Badewanne steht als wiederkehrendes Objekt: intimer Ort, Erinnerung an den Mutterleib, aber auch Zwangsinstrument psychiatrischer Anstalten zur „Behandlung" weiblicher Hysterie – die letzte Gefangenschaft, in der Emilie begraben wird.


Das Stück wurde in der Schweiz an Theatern, Universitäten, juristischen Veranstaltungen und Bildungsinstitutionen gezeigt, unter anderem an der Universität Zürich, Universität Luzern, Universität Genf, der Pädagogischen Hochschule Chur, im Südpol Luzern, Teatro Sociale Bellinzona, Teatro La Falera, Keller 62, Teatro Palino Baden und Teatro Foce Lugano. 2026 wurde die Produktion in der Brotfabrik Berlin präsentiert.


Gefördert durch: DECS Kanton Tessin, DECS Kanton Luzern, Stadt Lugano, Schweizerisches Institut für Feministische Rechtswissenschaft, Gleichstellungskommissionen der Universitäten Luzern, Zürich und Genf, Frauenverein CH2021.


Im Rahmen des Projekts wurden außerdem Workshops an Universitäten und einem Gymnasium durchgeführt. In einer verkürzten Fassung wurde das Stück von einer Schauspielerin gemeinsam mit der Regisseurin präsentiert und anschließend mit den Teilnehmenden diskutiert.




Produktion auf Deutsch und Photo Südpol Luzern, 09.2020.


Koproduktion Südpol Luzern

Unterstützt von Stadt Luzern/FUKA-Fonds, Regionalkonferenz Kultur RKK, Demokratischen Juristinnen und Juristen Luzern, Gleichstellungskommission der Universität Luzern, Schweizerisches Instituts für Feministische Rechtswissenschaften (FRI), Juristinnen Schweiz (Law and Women)



― Text und Regie: Sara Flaadt

― Darsteller: Moira Albertalli, Vanda Beffa, Sabine Fehr, Jasmin Mattei

― Off-Stimme: David Flepp

― Sounddesign: Lara Persia

― Visuelles Design: Simone Arberi

― Tontechnik und Licht: Andrea Verdaglia


― Übersetzung: Heidi Beffa-Derungs


― Produktion: SuperGiù Teatro


Dauer: ca. 1 Std. 15 Min.




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